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| Symbolbild: mein Plan (Foto von Ron Lach über Pexels) |
Ich putze mein Haus in einstündigen Etappen, bis ich nicht mehr das Gefühl habe, in Hausarbeit zu versinken. Heute [will ich] herausfinden, wie viel ich in 60 Minuten tatsächlich in meinem Badezimmer schaffe.
Schaut einfach mal in ihr sehr unterhaltsames Kurz-Video rein: mir dient es hier als Vorlage bzw Stichwortgeber, weil ich anhand Jos O-Tönen zeigen kann, was wir früher alles genauso wie sie gemacht haben, und wie wir es uns heute - zumindest meiner Meinung nach - so viel leichter machen :) SO LASSET DIE BESEN TANZEN!
1. Putzen beginnt im Kopf
1.1. Akzeptieren, dass Putzen Teil Deines Lebens ist 🗹
1.2. Was muss überhaupt (wie) sauber sein? → Vorlieben und Sauberkeitsempfinden abklopfen 🗹
1.3. Welche Arbeitsweise passt zu mir? 🗹
1.4. Lieber Plan statt 'spontan': was ist wichtig, was kann warten 🗹
Weil ich ständig nur Brände lösche und jede freie Sekunde nutze, um im Haus irgendetwas zu erledigen, habe ich nie gelernt, mit einem richtigen Plan in einen Raum zu gehen.
1.5. Grundlegendes vom Alltäglichen unterscheiden 🗹
Und heute sauge ich nicht nur den Boden …(...) Der Putzeimer selbst schreit ebenfalls
Im Videobeispiel sieht man z.B., wohin diese Spontaneität führt: nämlich dazu, daß sie anfängt, sich 60 Minuten Zeit zu nehmen und dann mal schaut, wie viel sie schafft. Aber damit kommt sie dann eben auch vom Hundertsten ins Tausendste. Nicht bloß, dass für mich 1h Badputzen absolut überdimensioniert ist, denn ich putze niemals eine Stunde lang das Bad, nein, sie fängt dann auch an, Grundreinigungsaufgaben mit alltäglichen Instandhalteaufgaben zu vermischen. Das ist natürlich eine Geschmacksfrage, aber den Putzeimer noch mal komplett von innen zu waschen, obwohl der vielleicht einfach nur ein bisschen Putzmittelrückstände hat, würde in meinem Kopf die Assoziation erzeugen: "Das ist vergebliche Liebesmüh." Denn - die Mühe würde ich mir einfach nicht machen. Ich würde sagen: "Putzmittelrückstände in einem Putzeimer sind okay für mich," aber andere Dinge – na ja –, für die habe ich dann weiterhin noch Kraft und verliere bei deren Erledigung nicht jeden Lebenswillen, weil ich mich vorher schon an einer Stelle verausgabt habe, von der ich eigentlich tief in meinem Herzen denke: "Die steht in der Prioritätenliste, wenn ich mal das große Ganze betrachte, ganz weit unten."
Früher habe ich das aber auch fast ganz genauso gemacht: kaum hatte ich mal Zeit oder konnte mich zu der ungeliebten Tätigkeit durchringen, habe ich, von schlechtem Gewissen erfüllt, quasi wie eine Irre durchgeputzt (oder den Mitarbeiter angepeitscht, mit mir einen ganzen Sonntag lang durchzuputzen), weil ich es eben sonst NICHT tat. Heute aber weiß ich: das ist meine ungeliebteste Vorgehensweise, denn... auch wenn ich hier wie ein potenzieller Putzteufel rüberkommen mag, der auch noch über das Thema schreiben will, Triebfeder hinter all den Gedankengängen, Überlegungen und Putzplänen ist ja immer, mir das Leben leicht zu machen UND gleichzeitig in einer sauberen Umgebung leben zu können - ich will also im Endeffekt WENIGER putzen. Seltener. Und nicht so laaaange, wie sie es hier vormacht! Denn NEIN, es ist absolut nicht meine Traumvorstellung, stundenlang zu putzen, ganz im Gegenteil. Bis 15 min am Stück ist bei mir noch alles fun&games, da kann ich das als Spiel ansehen, bei dem es gilt, den Eierwecker zu schlagen, habe ich festgestellt.. bis 20min ist es auch noch fast lustig - aber alles, was darüber hinausgeht, artet für mich in ARBEIT aus, die ich tunlichst vermeiden möchte.
Unsere Vorgehensweise ist deswegen so, dass wir sehr regelmäßig bestimmte Räume und bestimmte Bereiche putzen, manche davon fast jeden Tag - aber mit „fast“ meine ich wirklich nur fast. [Ich stehe, selbst wenn ich mich absolutistisch an meinen Plan hielte, nicht sieben Tage die Woche irgendwo rum und putze. So ist das nicht - ich habe sie aber als IMMER abgespeichert, weil ich es mir zur Gewohnheit machen will, daß sie zu unserem Alltag gehören. Dahinter steht die Psychologie der Gewohnheitsbildung, bei der 'Handlungen durch Wiederholung in einem stabilen Kontext zunehmend automatisch ausgelöst' werden. Ich muss also weniger bewusst entscheiden: "Mache ich das heute?" Oder: "Wann mache ich das nochmal?", was mich bei komplizierten Plänen schon mal zum Aufgeben gebracht hat. Außerdem sorgt dieses hehre Ziel dafür, dass wir am Ende in der Realität bei einem Mittelwert ankommen. Und dafür muss man sich mehr vornehmen, als man am Ende eigentlich erreichen will (habe ich schon bei Dagobert Duck und Klaas Klevers Verhandlungen im Lustigen Taschenbuch gelernt). Nach den Sternen zu greifen, gibt mir hier einen Spielraum, um zumindest beim Mond anzukommen.]
Das sind aber sehr begrenzte Bereiche, und zwar nur die, bei denen ich sage: "Ich halte es im Alltag nicht aus beziehungsweise mein Leben wird wirklich schlechter, wenn diese Bereiche schmutzig gelassen werden". Da halten sich Aufwand und Nutzen für mich die Waage. Andere Bereiche hingegen, also das, was ich hier bei ihr als Grundreinigen oder überflüssige Aufgabe bezeichnen würde oder als etwas, das in der Prioritätenliste, wenn man das große Ganze betrachtet, eigentlich ganz unten steht, putze ich dann zum Beispiel seltener, als Jo das vielleicht tut.
1.6. Von anderen lernen und auch mal (einem bisher) fremde Konzepte ausprobieren 🗹
Um es nochmal ganz klar zu sagen: meine ursprüngliche Methode (wenn ich denn überhaupt eine hatte, die den Namen verdient hätte) war anders, GANZ anders. Und ich nutzte sie nicht, weil sie die für mich Beste war, sondern einfach nur, weil ich keine andere kannte und nie eine andere ausprobiert hatte. Ich musste hier also umlernen. Und heute nutze ich viele Techniken sehr gerne, die sich zu Beginn NICHT wie GANZ NATÜRLICH angefühlt haben und die mir auch nicht einfach so zugeflogen sind, weil ich sie in meiner DNS hätte oder mit der Muttermilch aufgesogen, nein, sondern weil ich sie mir irgendwo abgeschaut (stets verlinkt) und dann an meine Bedürfnisse angepasst habe. Und ja, das war Arbeit. Sich etwas, manchmal auch mühevoll, erst draufschaffen zu müßen, ist nicht immer angenehm. Aber im Chaos leben zu müßen, mit rattengroßen Wollmäusen als Haustieren, ist es auch nicht 😁
Und deswegen möchte ich hiermit nochmal eine Lanze für all die Programme, Tipps und Tricks aller Putzprofis da draußen brechen: ja, es mag einem zunächst ungewohnt erscheinen, was sie einem da alles vorschlagen und nein, nicht alles davon wird zu einem passen - aber mein Leben wurde erst besser, ordentlicher, organsierter und ja, auch sauberer, als ich anfing, endlich mal was GANZ ANDERS zu machen als das, was ich schon immer machte.. und zu denken, alles besser zu wissen, hatte mich die ganze Zeit vorher nirgendwo anders hin gebracht als an den Ort, an dem ich eh schon war (und wo es sehr staubig war.. und dem ich ja eigentlich entkommen wollte).
2. Putzen muss zum eigenen Leben passen
2.1. Badezimmer und Küche: meine Priorität
Ganz konkret, damit ihr euch als Beispiel etwas darunter vorstellen könnt: bei uns sind (fast!) jeden Tag in der Woche das Badezimmer und die Küche dran. Das sind zwei Räume, die für mich sauber sein müssen, weil ich entweder dort koche oder mich dort selber sauber machen möchte.
2.2. Kleine Rituale statt großer Kraftakte oder aber auch: Sprint statt Marathon
Gott weiß, dass ich im Moment keine volle Stunde am Stück zum Putzen schaffe
2.3. Swish & Swirl = little, but often
2.4. Bett machen – oder eben nicht.
Aber auch da würde ich sagen: Das hängt total von der persönlichen Präferenz ab. Denn ich habe mal Ariel von That awkward mom sagen hören, dass das Bett zu machen ihr ganz persönlich nichts gibt, weil sie sagt: "Ob ich das Bett mache oder das Bett nicht mache, bedeutet mir im Alltag/tagsüber nichts. Also, ich lebe nicht schlechter, wenn das Bett nicht gemacht ist, weil ich ja abends wieder in das Bett hineinkriechen und dazu die Bettdecke sowieso wieder aufschlagen muss. Es ist also okay, wenn ich sie einfach aufgeschlagen liegen lasse."
Vielleicht hält die Person, der das Bettmachen überflüssig erscheint, sich einfach den Tag über nicht mehr im Schlafzimmer auf, weil das ja kein Wohnraum ist, und kriegt es deswegen nicht mit. Sie kann deswegen das optische Chaos des ungemachten Bettes gar nicht sehen und hat für sich entschieden: "Die drei Minuten Zeit und Energie, die ich da reinstecken würde, stecke ich lieber woanders rein."
Und das ist ein Beispiel für: man kann auch Dinge sein lassen und muss sie nicht machen, nur weil sie einem Ideal oder einer Pauschalvorstellung von einem aufgeräumten Zuhause entsprechen. Genau diese Philosophie finde ich wirklich sehr überzeugend, weil ich das genauso sehe und immer sage: "Ein personalisierter Ansatz ist mit das Wichtigste an der ganzen Sache."
2.5. Eine Waschladung pro Tag (auf neudeutsch: One Load A Day)
Der Duschvorhang und die Badematte kommen in die Waschmaschine.
Jo handelt hier nach der Methode: sie sieht die Schmutz-Wäsche und reagiert ad hoc darauf - sie lässt also die Wäsche das Zepter in die Hand nehmen und entscheiden, was nun für eine Arbeit dran ist. Ich hingegen will nicht mehr spontan waschen, sondern nur noch dann, wenn es dran ist. Und das ist mittlerweile 1x am Tag soweit - aber eben dann, wenn ich es sage und nicht, wenn mich ein herumliegendes Teil dazu auffordert.
Das Konzept aus 1 Waschladung Wäsche/Tag hingegen ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern das habe ich mir von jemandem abgeguckt, denn: früher habe ich das nicht so gemacht, da habe ich auch eher anfallsartig gewaschen. Jetzt aber mache ich es so, dass ich standardmäßig einmal am Tag in die Wäschekammer hingehe und irgendwas in die Maschine werfe. Manchmal ist es viel und manchmal ist es wenig. Manchmal führt es dazu, dass ich gleich ein paar Haufen Wäsche vorsortiere und für morgen und übermorgen hinlege, sodass ich sagen kann: das ist die weiße Kochwäsche, das ist die bunte Kochwäsche, dann haben wir noch ein bisschen 40 Grad, nur dunkel, etc. Die liegen dann schon da und ich habe die nächsten Tage an Arbeit, die vor mir liegt, schon halb vorbereitet, weil ich dann nur noch den jeweiligen Haufen in die Maschine schmeißen muss.
Und diese Herangehensweise hilft mir total: also loszulegen, wenn es eigentlich noch gar nicht wirklich nötig ist, weil nämlich meine alte Taktik, die das genaue Gegenteil war (also darauf warten, bis es quasi schon brennt und die K****💩 am Dampfen ist) viel schlechter für mich war als einfach zu sagen: "Jeden Tag eine Maschine." Egal, wieviel Kilogramm Waschladung das dann im Endeffekt bedeutet. Und beim Waschen merke ich immer wieder, daß mir das Konzept, loszulegen, bevor es wirklich dringend wird, mein Leben entscheidend erleichtert. Denn gerade WEIL ich es so regelmäßig mache, kann mich ein bißchen Dreckwäsche, was irgendwo herumliegt, heute nicht mehr gedanklich in Geiselhaft nehmen, mir ein schlechtes Gewissen machen oder mich von meiner aktuellen Tätigkeit abhalten und die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen.. denn ich weiß ja, wann ich sie fertigmache und in den Schicksalsberg werfe. Und das ist schon sehr bald der Fall :)
Das soll nochmal als Beispiel zur Umsetzung des bereits oben genannten Punkts 1.6. dienen, also dafür, wie es mir ganz konkret geholfen hat, nicht immer nur mein eigenes Süppchen zu kochen, sondern auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen und die Konzepte anderer auszuprobieren, um DA-NACH für mich festzustellen: "Okay, klappt das für mich oder nicht?"
Dieses vorurteilsfreie Herangehen war für mich ganz wichtig, besonders, weil ich selbst keine Sozialisation im Bereich Ordnung halten und Sauberkeit herstellen hatte. Das heißt, ich hatte nichts, woran ich mich als Modell orientieren konnte, und ich musste mir quasi fremde Vorbilder suchen und dann erst mal ausprobieren: "Gut, und was passt davon zu mir?" Dieser Prozess war für mich immens wichtig, mir nicht weiterhin innerlich zu sagen: "Ich weiß alles besser", sondern mit dem Gedanken ranzugehen: "Ich weiß eigentlich nichts, aber ich bin bereit, alles zu lernen." Und was ich dabei gelernt habe, hat mein Leben entscheidend verbessert!
3. Ordnung ist das halbe Leben..
3.1. Ordnung schaffen, um zu putzen: das eine macht das andere erst möglich
... und ich räume den Boden frei, damit ich staubsaugen kann.
Deswegen besteht der erste Punkt, Ordnung schaffen, für mich darin, dass wir, um bei Jos Beispiel vom Bad zu bleiben, keine Produkte mehr an bestimmten Stellen des Badezimmers herumstehen haben. Sie sagt ja selbst: „Ja, ich weiß, ich habe hier viel zu viele Produkte, aber ich arbeite gerade daran." Für mich ist es gar nicht so sehr, dass ich zu viel habe – weil ihr wisst, wir haben zu viel (ich sage nur: Klickt mal in #ProjectPan rein) - sondern das die Produkte jetzt an einer bestimmten Stelle stehen und nicht mehr überall wild verteilt sind und es mir dadurch das Putzen überhaupt erst er-mög-licht.
3.2. Ordnung schaffen = Hindernisse beseitigen
Konkret meine ich den Badewannenrand. Ich habe früher alles darauf stehen gehabt, und heute denke ich: "Das würde ich nie wieder machen!". Denn dann muss ich ja erst mal 10 bis 15 Flaschen Duschgel und was weiß ich noch alles davon herunterholen, bevor ich überhaupt die Wanne darunter saubermachen kann. Es sorgte dafür, dass ich mehrere Arbeitsschritte machen musste, bevor ich überhaupt zum eigentlichen Arbeitsschritt, dem Putzen, kommen konnte. Und heute versuche ich mir wirklich jedes Hindernis im Vorhinein aus dem Weg zu räumen, damit die Hauptarbeit, also das Putzen, nicht wieder hinten runterfällt, weil ich dann sage: "Oh, nach dem Aufräumen bin ich jetzt schon müde. Putzen ist nicht mehr."
3.3. Räume neu denken = den Raum auf das Putzen ausrichten
3.4. Husch, ab ins Körbchen!
3.5. Ordnung halten oder: Ein schönes Abendritual
Und daran schließt das Ordnung halten an. Das heißt bei uns, ich stelle abends einen Wecker, nachdem der Mitarbeiter von der Arbeit kommt - also bevor unser Abendprogramm mit Kochen und ein bisschen Sport machen und uns entspannen und so losgeht - um zuallererst den Arbeitstag von unserem Abendprogramm und der Freizeit abzutrennen, indem wir diesen Abschnitt mit dem Aufräumen einläuten [was aber auch dem Gedankengang folgt: mach das Schwerste zuerst. Und zu Beginn des Abendprogramms sind wir noch am fittesten 💪]
3.6. Warum Aufräumen bei uns kein Selbstzweck ist
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| "Diese Oberfläche dort, auf der etwas liegt, die muss ich später putzen." |
3.7. Hauptverkehrsflächen freihalten - an Nebenstraßen darf geparkt werden
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| Was schnell geputzt werden soll, muss frei sein, so will es das Gesetz. |
3.8. Zonen statt Perfektion
Und so kann ich auch mehr Unordnung oder Unorganisiertheit besser tolerieren und akzeptieren, weil ich weiß: "Da, wo es mir für den Alltag wichtig ist, da ist es sauber und ordentlich."
3.9. Vorbeugen statt Reparieren
Ich befreie den Abfluss … und versuche dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst wieder so schlimm wird.
Zum Schluss stimme ich mit Jo überein: denn indem sie ein Haarsieb in den Abfluss legt, bereitet sie den späteren Putzvorgang quasi vor - und wenn ich jeden Tag etwas nur ganz kurz machen muss, um Schaden zu verhüten, ist mir das lieber, als ihn einmal langwierig, da im Nachhinein, "reparieren" zu müssen.
✽✽✽
Und das passt zu der Grund-Einstellung, die ich mittlerweile zur Haushaltsführung habe: je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto weniger glaube ich, dass es um die richtigen Techniken oder Mittelchen geht, sondern vielmehr darum, unser Zuhause so zu organisieren und die Abläufe so einzurichten, dass mich die Arbeiten, die regelmäßig getan werden müssen, möglichst wenig Kraft kosten. Gerade WEIL mir die ganze Haushaltsführung nicht einfach so zufällt und ich das nicht einfach mit der Muttermilch aufgesogen habe, versuche ich, die sich in mir sehr verläßlich aufbauenden Widerstände so gut es geht auszuhebeln, indem ich die Hürden so klein mache, daß auch ich noch drüber komme: ich räume so auf, dass ich später leichter putzen kann, ich putze so, dass ich es auch morgen wieder schaffe und ich erlaube mir, Bereiche unterschiedlich wichtig zu finden. Und durch diesen Dreiklang mache ich es mir in meinem Alltag tatsächlich leichter.
Das Putzen ist für mich hier eigentlich nur eine Metapher: für mich war nie die reine Handlung das Problem, sondern dass mich ihre Ausführung so viel Überwindung gekostet hat - und ich musste lernen, nicht nur mein Umfeld derart zu gestalten, daß es mir bestimmte Arbeiten leichter macht, sondern auch mein Denken so umzustrukturieren, um Reibung von vorneherein zu minimieren. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass meine Ausführungen deswegen über rein praktische, kraftsparende Haushaltstipps hinausweisen: denn in allem, was ich bisher zu diesem Thema je geschrieben habe, erzähle ich eigentlich die Geschichte, wie ich entdeckt habe, das es lohnt, sich Systeme zu bauen, die das Leben leichter machen. Um mir genau das Umfeld zu erschaffen, in dem ich gut leben kann. Leichter. Und deswegen lebenswerter. Und wofür ich dann auch bereit bin, etwas zu tun!
Es ging eigentlich gar nie nur ums Putzen. Es geht darum, das eigene Leben so einzurichten, dass die Dinge, die man regelmäßig tun muss, möglichst wenig Kraft kosten - und zwar, indem sie zu einem passen.




















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