DIGITAL DETOX | 30 Tage

Freitag, 16. September 2022

 



Es ist soweit, es ist ZEIT ZUM VERWANDELN! | Das Veränderungen her müßen, oder besser: Anpassungen, damit eben alles 'passt', habe ich ja schon mal angesprochen und dann auch etwas ausgeführt, was die rein körperliche bzw sportliche Komponente des ganzen Umbauprozesses angeht.. was die inneren Werte betrifft, bin ich aber noch etwas abgeschreckt angesichts dessen, was vor mir liegt..
ich nenne es "30 Tage Entgiftungskur" - und zwar im Sinne von 'digital detox' - und die kommende Jahreszeit könnte nicht besser dafür geeignet sein! 




Ich weiß: ich habe sowas schonmal angedacht gehabt (wer mal reinhören und sich darüber informieren will, WIE SCHLIMM es wirklich um mich bestellt ist), konnte diese - für mich sehr schwierige - Aufgabe dann aber nicht meistern. Vielleicht, weil ich mich der Herausforderung gar nicht so wirklich stellen wollte, weil sie mir keinen persönlichen Anreiz geboten hat? Diesmal sind zumindest Leidensdruck *aua* und Abschreckungspotenzial *ich will nicht immer dümmer werden* aber groß genug, um die Herausforderung anzunehmen..


DIGITAL DETOX | 30 Tage: mein Fahrplan

➖ 'mindless scrolling' (gedankenverlorenes Brausen durchs Internet zum reinen Zeitvertreib, nicht um etwas herauszufinden, rein ohne Sinn und Zweck außer dem, mich abzulenken)


ERLAUBTE Ausnahmen:

👌 1 Recherche/Aktivität pro Tag (außer für die Arbeit/ Projekt benötigte Information zu einem festgelegten Zeitpunkt, z.B. Videoschnitt, Blogost, Email..)
das kann sein:

  • 1 Video pro Tag (zur Unterhaltung, z.B. abends 1 Film/ Dokumentation) ODER
  • 1 Frage (aus Interesse, wie "Warum jagen sich Eichhörnchen quietschend durch den Baum?") ODER
  • 30 min Instagram/Twitter/etc (zur Unterhaltung)

→ Alternativen, wenn die Ausnahmen aufgebraucht sind: 
  1. Fragen zu jeglichen Themen? Lexikon/ Fachbuch zu dem Thema statt google-Suche!
  2. Was gibt es Neues? Tageszeitung statt google news!
  3. Langeweile? Buch, Musik, Hobby


❔❔❔


Die Frage, die nun aufkommt ist aber: was mache ich stattdessen? Jede erfolgreiche Diät z.B. funktioniert nicht so sehr über das Weglassen von etwas (Schädlichem), als viel mehr über das Hinzufügen von etwas (Wünschenswertem), was dann im besten Falle nach und nach die negativen Aspekte ersetzt. Laut meinem Herbsthoroskop, was mir passenderweise in die Hände fiel (es war gedruckt, also analog!) sollte ich es mir in den nächsten Wochen und Monaten 'gemütlich machen' und ich dachte sofort "JA, MANN! Wann habe ich das das letzte Mal so richtig zelebriert?"

➕ drinnen sitzen und lesen (mit Kakao!)
➕ Hörbuch hören und dabei spazieren gehen (habe zwei auf Halde, bei denen das Gratis-Abo bald abläuft)
➕ Zeit für Rätsel, Kniffeln, Gesellschaftsspiele (noch unausgepackt), meine MINT-Bücher 
➕ Filme und Serien sehen auf DVD (statt mediathek → führt zum scrollen!)
➕ Herbstgemüseernte einfahren, aber es ist eben nicht mehr viel zu machen, außer zu gießen und zu hacken, sprich: das Recherchieren/googlen fällt weg, die Arbeit liegt nur noch draußen im Beet!
➕ Herbst und Winter planen in Haus, Hof und Keller


ZIEL 

Ich möchte 
  1. mehr Zeit für Bildung
  2. mehr Zeit für Sport
  3. mehr Zeit für Projekte, die ich mir schon lange vorgenommen habe und
  4. mehr Zeit fürs Aufräumen haben!! 

ohne von der digitalen Flut ÜBERflutet zu werden.. oder mich zumindest so zu fühlen. 

Und ich bin mir ziemlich sicher, daß mir nach und nach noch mehr Dinge einfallen werden, für die plötzlich Kapazitäten frei sind und die ich vielleicht sogar schon länger vermisst habe.. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich gespannt darauf zu sehen, zu was ich endlich mal wieder alles komme, welche Bücher ich gelesen und welche Tätigkeiten ich wieder aufgenommen haben werde. 

✔ Schon erledigt habe ich das hier.. zum Teil: fehlen tut mir noch der 'distraction blocker'!!





Die Frage, die jetzt noch im Raum steht, ist folgende: wird der Verzicht auf mein Handy und seine Segnungen tatsächlich mein Wohlbefinden steigern? Werde ich weniger fahrig und flatterig, und tatsächlich konzentrierter und weniger abgelenkt.. oder einfach nur gelangweilter werden? Da kommt der Begriff des Dopamin-Fastens ins Spiel - dabei entzieht man sich für eine bestimmte Zeit etlichen Reizen des Alltags - was die Auswirkungen der Reizüberflutung abfedern soll.


Dopamin ist [...] aber nur einer von sehr vielen möglichen Faktoren, die einen Einfluss darauf haben, wie wir mit Reizüberflutung umgehen. Mindestens genauso wichtig seien zwei andere Aspekte: "Wir haben nur begrenzte kognitive Ressourcen, um Entscheidungen zu treffen. Bei den vielen technischen Möglichkeiten unseres Alltags, wie Smartphones oder soziale Netzwerke, wird man häufig in seiner gerade aktiven Aufgabe durch neue Reize unterbrochen." Hier ein neuer Like, dort eine eingehende Nachricht – das zehre extrem viele dieser begrenzten Ressourcen auf.

Zudem böten wir dem Gehirn zu wenige Gelegenheiten, das Erlebte zu verarbeiten: "Neben unserem Aufmerksamkeitsnetzwerk für die Verarbeitung von äußeren Reizen gibt es ein kognitives Netzwerk für die innere Welt, das sogenannte Default-Mode-Netzwerk. Es wird typischerweise aktiviert, wenn wir gar nichts tun. Dieses Netzwerk ist enorm wichtig. Man geht davon aus, dass man in diesem Zustand das am Tag Erlebte mit sich selbst in Beziehung setzt und so verarbeitet."

Das Nichtstun beim "Dopamin-Fasten" könnte dieses Netzwerk also aktivieren. Daher sieht Roman durchaus positive Effekte im Rückzug von der Reizüberflutung. Nur müsse man dem Ganzen nicht unbedingt den Namen "Dopamin-Fasten" geben.





Das sieht Psychologie-Professor Roman Liepelt ähnlich. Der ständige Stress sei auch ein Grund für den Trend zu Achtsamkeit und Meditation. "Die Menschen entwickeln unterschiedliche Strategien, um die Reize mal vorbeiziehen zu lassen und sich auf sich selbst zu fokussieren – damit das Ruhe-Netzwerk aktiv werden kann." 
Der US-Amerikaner James Sinka, einer derjenigen, die den Begriff "Dopamin-Fasten" geprägt haben, empfiehlt, regelmäßig einen Ruhetag einzulegen.

Wer das probieren möchte, sich aber nicht gleich einen ganzen Tag zurückziehen will: "Wann immer das Gefühl der Langeweile kommt, dieses Unwohlsein in der Supermarktschlange, wenn dir langweilig ist und du das Handy rausholen willst – halte es einfach aus. Bleib bei diesem Gefühl, anstatt es durch Ablenkung zu betäuben."

Der Psychologe sagt: "Am besten wäre es vermutlich, wenn man in stressreichen Phasen sowohl Sport macht, als auch eine reizarme Umgebung schafft."

So würde es schon helfen, das Smartphone mal einige Stunden lang nicht zu beachten, obwohl dort vielleicht neue Informationen warten. Doch auch das sei Arbeit für das Gehirn. "Es ist auch eine Entscheidung, etwas nicht zu tun – dafür braucht man wieder kognitive Ressourcen. Wenn die jedoch durch unseren Lebensstil weniger vorhanden sind, kann das schwierig sein und erfordert einiges an Selbstkontrolle."

Letztendlich müsse jeder Mensch eine für sich passende Strategie entwickeln, um ab und zu abzuschalten. Ob man dabei nun von "Dopamin-Fasten" spricht oder nicht.

aus: Dopamin-Fasten: Kein Handy, kein Essen, keine sozialen Kontakte




Deswegen wird es hier aber nicht weniger Beträge geben: so es denn mein geschundener Bürokörper zuläßt, kommen alle Blogposts und Videos wie geplant (ist alles schon fertig terminiert bis Ende des Jahres). Ich sehe nämlich Blog und YouTube weniger als mein reines Privatvergnügen an, denn als eine professionelle Tätigkeit (denkt dran: immer, wenn ich über meinen Redaktionsplan spreche, meine ich das ernst!) was einfach nur heißt: es ist mit Arbeit verbunden, es ist deswegen auch mal unangenehm, ich nehme das aber auch - aller Oberflächlichkeit zum Trotz - sehr ernst und deswegen ist es eben nicht nur reine Freude wie gedankenverlorenes Twitterscrollen, mit dem ich mich ablenke oder langes Badewannenplanschen, was mich nur entspannt. Ich muss für alles, was mit meinem kreativen Hobby hier im Internet einhergeht, Planung und Sorgfalt walten lassen, eben weil ich immer wieder ein fertiges Endprodukt abliefere, was andere dann auch noch sehen. 
Andererseits bin ich aber im Laufe der Jahre auch besser darin geworden, die zugehörigen Tätigkeiten zu koordinieren und kann auch mit begrenztem Zeiteinsatz noch regelmäßig was veröffentlichen (nochmal: Redaktionsplan!!). Sprich: es gibt auch hier eine begrenzte Bildschirmzeit, die sich durch die bereits geplanten Beiträge definiert.

Es muss also niemand denken, daß hier nun die Lichter ausgingen: mitnichten! Es dreht sich in den nächsten Wochen nur für mich ganz privat um diesen Vorsatz: to sit in nothingness..




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