Sauberer Samstag | #gettingsh*tdone

Samstag, 11. März 2023

 


Samstag ist der Tag, an dem es bei unserem aktuellen Haushaltplan ans Eingemachte geht: alles, was wir aufgespart und angesammelt haben, findet dann seine Erfüllung. Und nein, gleich vorneweg: es hat nichts mit Putzen (oder gar Kühlschrankreinigung 😨) zu tun.. sondern: mit Zeitersparnis. 


zur Methode

Zum Verständnis: wir, d.h. der Mitarbeiter und ich, kommen beide aus Familien, die - um es mal nett zu formulieren - ihren Hausstand eher kreativ organisiert haben, auf gut deutsch: wir haben nicht mit der Muttermilch aufgesogen, Ordnung zu halten, eher im Gegenteil! Aber, wie heißt es so schön? "Man muss nicht alles wissen, man kann alles lernen." Genau DAS war aber ein Denkfehler, dem ich zuvor stets aufgesessen war, denn ich dachte, ich müßte das irgendwie schon von alleine können, es ist doch nicht schwer, irgendwie kriegen das alle hin... (irgendwie, fragt sich eben nur WIE!)

Erkenntnis 1: was man nicht gelernt hat, kann man eben nicht von alleine. 

Und eine Sache, die Angela mir durch ihr Programm beigebracht hat, ist das Bündeln von Aufgaben bzw das Aneinanderreihen von Arbeitsschritten - was natürlich nicht die Neuerfindung des Rades ist, aber es hat mir die richtige Motivation verpasst, das nun auch mal zu MACHEN und nicht nur zu denken "klingt sinnvoll"!
Ich nutze ihren Plan übrigens einfach nur deswegen, weil es EIN Plan ist, d.h. jemand anderes hat sich die Mühe gemacht, alle nötigen Aufgaben so auf die Woche aufzuteilen, daß ich nix vergesse UND es sich auch wirklich umsetzen läßt, sei es nun vom Arbeitsaufwand oder vom zeitlichen Umfang her (denn ich habe doch keine Ahnung!). Ich könnte natürlich auch jede andere Aufteilung, Methode oder Plan nutzen, wichtig ist aber nur, DAß ich überhaupt einen nutze, also endlich mal loslege. Und das klappt bei mir dankenswerterweise anhand ihrer Vorgaben, deswegen bleibe ich dabei.

Eine Kritik an Angelas Methode war übrigens ein Punkt, den ICH als deren Trumpf ansehe: "5min hier, 5min hier und noch 15 min …. Da hab ich am Tag schon 1-2 std investiert und noch nicht gekocht. Irgendwie für mich nicht umzusetzen 😞"

FÜR MICH aber klappt das - am Beispiel der Wochenaufgaben - besonders gut, da ich bestimmte Aufgaben jetzt quasi bis Samstag aufschiebe und nur DANN machen muss, weil es eben dieses '5min hier und da' tagtäglich verhindert; andererseits plagt mich aber auch kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich die Aufgabe eben nicht gleich und tagtäglich mache. Das Bündeln von 'alle Retouren, Briefe, Pakete, Altglas, Pfandflaschen, Batterien + die Einkaufsliste kommen auf einen Haufen' sorgt bei mir für weniger Zeitverlust bzw Arbeitsaufwand. Was ich damit konkret meine, zeigen wir heute mal in Form eines Fotoromans:



Wochenaufgaben

aM sauberen Samstag

Zuerst habe ich mich fix fertiggemacht und bin dafür dieser Anleitung von Instagram gefolgt: und es war ein voller Erfolg! Ganz im Sinne von 'Zeit sparen' und 'Arbeitsschritte zusammenfassen' habe ich Rouge und Highlighter in einem flüssigen Produkt kombiniert aufgetragen, so daß nur noch etwas Teintgrundierung und Mascara sowie pflegendes Lipgloss nötig war. I ♥ it!


no makeup-Makeup

 


Das Frühstück könnten wir noch verbessern: denn wir hetzen uns nach unserem gemütlichen 'all inclusive'-Mahl oft sehr ab, um noch alles bis um 12 Uhr erledigt zu haben (dann schließt nämlich die Post hier auf dem Land ihre Pforten..) Deswegen habe ich angedacht, nächstes Wochenende am Abend zuvor einfach schon mal was vorzubereiten, was so in diese Richtung geht: der Mitarbeiter ist BE-GEIS-TERT #nicht 👌


 



Dann haben wir gepackt und zwar aus unserer OUT-Kiste (siehe *hier*) folgende Kategorien: 

  1. Retouren (für die wir auch erst kurz vorm Losgehen das Etikett ausgedruckt haben),
  2. Altglas, 
  3. Pfandflaschen, 
  4. Batterien,
  5. die Einkaufsliste
und Altpapier haben wir auch noch geschultert bis runter zum Altpapiercontainer. So sind wir dann, bepackt mit unseren Siebensachen, zur Bank und haben Erwachsenen-Kram erledigt: 





Den Glas-Container haben wir auch noch beehrt, neben dem übrigens auch gleich der Altkleidercontainer steht, den ich langfristig gern mit in unsere Samstags-Runde aufnehmen würde, denn er liegt bei uns genau auf dem Weg und das animierte mich dazu, regelmäßig eiskalt durch alle Textilien zu gehen. Aktuell geht das noch nicht, die Klamotten bis zum sauberen Samstag aufzusparen, weil wir immer wieder hauruckartig ausmisten (diese Berge fasst kein noch so großes OUT-Schubfach), aber für ordentlichere Menschen - oder eben für uns als Fernziel - wäre das vielleicht eine dankenswerte Neuerung im eigenen Ordnung-halten-Arsenal. Denn natürlich kann man schnell mal sowas wie olle Socken oder löchrige Unterwäsche in den normalen Müll hauen, aber die wenigsten wollen wohl ihre goldene teure Restmülltonne mit sowas wie verfilzten Winterpullis oder schlabbrigen Bademänteln verstopfen, deswegen lautet auch hier 

mein Tipp: Altkleider ebenso an einem gesonderten Platz bis zum Wochenende aufbewahren und dann in einem Rutsch zusammen mit Glas und Post wegbringen!


Pläne für die kommende Woche mache ich meist erst am Montag, was bei mir aber im Moment auch nur Menüplan und die dazugehörige Einkaufsliste bedeutet. Ich versuche, sowas wie eine klassische Speisenfolge einzuhalten (Stichwort: Freitags gibt es Suppe und 1x die Woche Fisch!) und kann sagen, daß sich der Arbeitsaufwand, den ich geistig dafür aufbringen muss, deutlich verringert hat, da wir jetzt nur noch 1x die Woche überlegen, was wir denn kochen wollen :)


 


Und genau deswegen könnte ich tatsächlich endlich mal den Kühlschrank reinigen - ja, ich hab das böse Wort gesagt - denn DAS habe ich früher nicht regelmäßig gemacht, von kleinteiligen und schnellen 'ich wisch da mal was weg'-Aktionen abgesehen. Und warum? Weil das Ding eben nicht, wie Angela es meinte, "praktischerweise leer ist, so daß du ihn vor dem Einkaufen reinigen kannst (das bietet sich an)", nein; er war immer irgendwie zu voll, um vor dem simplen Auswischen nicht eine riesige Ausräumaktion zu erfordern.
DAS aber ist nun ganz anders: wir kaufen anders ein und essen anscheinend besser auf, weil das Ganze, was sich im Kühlschrank befindet, nun von langer Hand geplant - und er somit am Ende der Woche echt leer ist. Da bewahrheitet sich also wieder die Maxime der Ordnungswütigen, daß Struktur in einem Bereich zu mehr Struktur in anderen führt!


Das tägliche Ausmisten ist das beste Beispiel dafür: für mich besteht das nämlich oft nur noch aus täglichem AUSRÄUMEN, wie hier exemplarisch an unserem Vorratsschrank für Kosmetikartikel unter dem Waschbecken im Bad gezeigt.. denn der quoll über. Nicht vor Müll, sondern vor lauter guter, nutzbarere Sachen, aber was nutzt mir das, wenn mir diese immer entgegenkommen und ich nix drin finde??


vorher

einmal alles ausgeräumt

Deswegen haben wir, wie beim klassischen Aussmisten gelernt, einmal ALLES rausgenommen, nach Kategorien sortiert, entfernt, was ich eben NICHT mehr behalten will/was woanders hin kann und anschließend alles wieder einsortiert, so daß ich nun besser an alles rankomme - in umgerechnet maximal 10 Minuten!
Und das werden wir in Zukunft immer wieder und wieder machen müßen, weil sich der Inhalt und meine Vorlieben für die Anordnung des Schrankinhalts immer wieder ändern werden. 


nachher


Wir haben also NICHT speziell ausgemistet, aber am Ende dann eben doch was 
  • weg getan
  • umsortiert
  • und allgemein verschlankt
mit dem Ziel, daß der Bereich am Ende wieder gut nutzbar ist. Und das ist er nun!

Ein weiterer Denkfehler dem ich früher, wie wohl die meisten, aufgesessen bin, war nämlich zu denken, daß Bereiche einmal eingeräumt und dann aber für immer und ewig so organisiert bleiben müßen. Das stimmt aber nicht! Diese zweite Erkenntnis ist die mit der größten Auswirkung, denn: Anstatt eine definitive Ordnung für immer zu finden, suche ich nur noch nach einer temporären Ordnung für jetzt.

In den Basics (Aufgaben) der seideinzuhause Methode, sortieren wir täglich 5 Minuten aus, um unsere Grundordnung zu erhalten. Es ist erstaunlich, wie viel wir in 5 Minuten schaffen können ⏰. 

Denn: "(...) um die Grundordnung zu erhalten oder sie nach und nach herzustellen, ist es wichtig, dass wir kontinuierlich aussortieren (...)" - was nichts anderes bedeutet, als das es NICHT nötig ist, eine Hauruck-Aktion zu veranstalten, in der ganz plötzlich und fürchterlich gründlich ALLES auf einmal aussortiert, gesäubert und neu organisiert werden muss, sondern das passiert nach und nach, während des normalen Alltags, so wie hier und heute bei uns gesehen. Gleichzeitig ist es dann aber auch nicht damit getan: um diesen Zustand zu erhalten, ist es absolut notwendig, weiterhin ein Gleichgewicht zwischen "was kommt rein ins Haus = was geht raus aus dem Haus" zu halten - und dafür muss weiterhin immer wieder mit den Dingen umgegangen werden, statt sie nur zu horten. 

Deswegen empfinde ich diese "5min hier und 5 min da" nicht als Belastung, sondern als Entlastung
a) mich nicht auf einmal mit allem befassen zu müßen
b) vom stetigen Zugemülltwerden in einer immer kleiner werdenden Feldhamsterhöhle.


Angela hat das sehr gut zusammengefasst: 

"(...) Unmittelbar beeinflusst der strukturierte, leichtere Haushalt deinen ganzen Alltag. Für mehr Zeit, mehr Ruhe, mehr Freiraum und Balance in deinem Leben (...)"





Und auch wenn sich das alles vielleicht nach viel Bohei um eine eher unwichtige Sache anhört, so sind diese Techniken für mich weitaus einflussreicher, als sie sich anhören: das Verbinden und somit Erledigen von Aufgaben in einem Abwasch wie 'Kühlschrank reinigen - auf dem Weg zum Einkaufen Altkleider/Glas/Post wegbringen - beim Einkaufen Batterien und Pfandflaschen wegbringen - nach Überweisungen/Buchhaltung - neuen Wochenplan erstellen' hilft mir wirklich; nicht nur, weil ich mir dadurch Mehraufwand erspare, da ich all diese Dinge nun nur noch 1x die Woche mache, dabei aber auch nichts davon vernachlässige, nein: sondern auch, weil mich das Entfernen des chaotischen Durcheinanders tatsächlich innerlich ruhiger und somit zufriedener macht.

Ich bin sogar soweit, daß ich jetzt, nach Abschluss aller grober Ausräumaktionen, denke: ich will immer ein paar Schrankfächer/Regalbretter/Schubladen komplett frei halten, nicht, um immer noch mehr Kram reinstopfen zu können, sondern um beim Auf- und Umräumen Sachen von A nach B packen zu können, und sei es nur temporär. Raum gibt einem Raum! 


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