Tipps, um weniger Makeup zu kaufen | Stufe 1: Durchschnittsverbraucher

Mittwoch, 1. Januar 2020


Zu Typ 1 zähle ich alle, die sich schon gern/ regelmäßig schminken, aber keinerlei ungesunde übermäßige emotionale Bindung zu ihrer Makeup-Sammlung haben: für den 'Normalo' ist Schminke eine rein materielle Sache, die bitte funktionieren soll, mit der man sich aber nicht unaufhörlich beschäftigen muss.
Fehlkäufe durch falsche Ratgeber und mangelndes Wissen bleiben aber auch bei einem Durchschnittsverbraucher nicht aus, genau wie eine gewisse Menge von Makeup anzuhäufen, was nicht wirklich (gern) genutzt wird und dann ein Gefühl von 'zuviel!' erzeugt.




Meine Schwester z.B. hat bestimmt nur 5% meiner Sammlung, aber selbst die ist in Unordnung (in Anführungsstrichen). Und sie sagt oft, daß sie (obwohl sie sich fast täglich schminkt) keine Ideen hat und gern mal was anders machen würde, also eigentlich Beratung beim Einkauf bräuchte. Das Interesse ist also da. Nur das know-how fehlt.




Eskalationsstufe 1: niedrig → durchschnittsverbraucher



 Problem:

Unordnung & falsche Kaufentscheidungen, aber auch mangelnder Einfallsreichtum: 

"Ich schminke irgendwie immer nur das selbe und bin da leider unkreativ und suche deswegen nach Ideen. Ich hab gefühlt zig Nudepaletten und schminke echt immer nur das gleiche, mir mangelt es an Einfallsreichtum..."
Isabell

➢ Motivation:

mehr Spaß an aufgeräumter Sammlung, die einen motiviert, mehr daraus zu machen und die einen wieder auf neue Ideen bringt; außerdem: weniger Fehlkäufe tätigen

 sich MEHR damit beschäftigen, um besser zu werden und/oder um mehr herauszuholen (aus den Produkten und/oder aus sich)

#nutzewasduhast #organisierewasduhast #dontbuywhatyoudontneed





STRATEGIEN:




1. organisisiere was Du hast: 'Schocktherapie' Bestandsaufnahme

  • A. Bestandsaufnahme von allem machen, was Du an Makeup hast, am besten nach Kategorien, so daß Du Dich wirklich einmal durch alles durcharbeitest, was Du hast. Es geht nämlich ziemlich schnell, daß man a) vergisst, was man so alles hat und b) betriebsblind wird für das, was sich einem eigentlich an Möglichkeiten bieten mit dem Vorhandenen!
  • B. Organisier Deine gesamte Sammlung neu, d.h. einmal alles komplett ausräumen, aufräumen, dann neu strukturiert wieder einsortieren; oft gibt es nämlich Produkte, die Du schlicht und einfach vergessen hast, weil sie aus Deinem Blickfeld verschwunden sind.. und wie heißt es so schön? 'Aus den Augen, aus dem Sinn' - das soll eine gut organisierte Sammlung vermindern! Alles einmal schön sauber zu machen - Schubladen und Makeup selbst - hilft außerdem dabei, alles etwas schöner aussehen zu lassen und es auch wieder attraktiver für die Benutzung zu machen, so daß Du Dich gern mit dem Thema beschäftigst, kaum daß Du den Raum betrittst, wo Deine Schminke lagert. Inbesondere wenn Du eine eher kleine Sammlung mit dann logischerweise schon etwas älteren und viel benutzten Sachen hast, hilft das abwischen und neu einräumen dabei, dem Ganzen so einen Touch von 'alles ist neu' zu verleihen, fast als wäre das alles Neuware für dich. Und, zu guter Letzt, kommen bei solchen Reingungsmaßnahmen oft auch entweder komplett vergessene oder einfach nur lange nicht genutzte Produkte wieder ans Tageslicht, denen Du vielleicht die Chance auf einen zweiten Frühling einräumen willst, statt einfach nur etwas Neues zu kaufen, was 'das Gleiche, nur in grün' wäre 


[optional, nur bei Bedarf]

  • C. Berechne, wie viel Du bereits für Make-up ausgegeben hast (= was Deine Sammlung wert ist): selbst wenn das nicht wahnsinnig viel ist, weil sie relativ klein ist, so wird doch eine gewisse Summe zusammenkommen, die Du mit anderen Ausgaben gleichsetzen könntest - was hättest Du stattdessen kaufen können? Einen Wocheneinkauf - oder einen Familienurlaub? Und, die wichtigste Frage: wieviel davon ist Makeup, was Du wirklich gern benutzt und was zu Dir passt - und wieviel davon ist Ausschuss? Dieser Gedanke kann Dich bei kommenden Neuanschaffungen motivieren, besser hinzusehen und Dich vielleicht auch vorher besser zu informieren, ob das nun WIRKLICH das richtige Produkt für Dich ist. 
  • D. Ausmisten, was weg muss oder was nicht mehr gebraucht/gemocht wird bzw oll geworden ist: wer kein Makeup-Junkie ist und keine ungesunde übermäßige, persönliche Bindung an die Produkte hat, sollte knallhart wegschmeißen, was er nicht mehr mag oder ewig nicht benutzt hat und das auch nicht mehr kommen sieht. Denn Müll verstopft die Schubladen und gibt einem einen falschen Eindruck von 'ich habe ja alles', was so vielleicht aber gar nicht stimmt. Makeup soll Spaß machen und da ist es auch erlaubt, sich Produkte mal neu zu kaufen, wenn man in der Kategorie wirklich nichts oder nur Quatsch besitzt. Also: nicht damit rumquälen, wenn es echt nicht klappt, sondern lieber den Fehlkauf als Lektion sehen, d.h. ihn genau untersuchen, bevor er in die Tonne wandert und herausfinden, WAS mit ihm nicht gestimmt hat =  fortan besser einkaufen. 



2. nutze was Du hast: den Blickwinkel wechseln, den Fokus auf etwas anderes lenken


  • A. Erfreue Dich an dem, was Du bereits besitzt: und das geht am besten nach dem Motto #nutzewaduhast und hilft dabei, die eigenen Besitztümer mit neuen Augen zu betrachten. Ich stelle mir dafür Aufgaben, die ich nur mit der eigenen Sammlung erfüllen muss, wie z.B.: finde (eventuell auch erst nach mehreren Anläufen) deine Lieblingslooks für Alltag, Festtag, usw, so das ich nicht aus dem Grund "Oh, ich brauche das für Look xy" einkaufen gehen 'muss' und das auch nicht mehr als Rechtfertigung dafür nutzen kann, da ich alle Looks für die mir wichtigen Anlässe bereits gefunden habe und die Produktauswahl dafür schon steht
  • B. Finde aus jeder Kategorie Dein Lieblingsprodukt aus Deiner Sammlung und schaue es Dir immer wieder an. Swatche es, nutze es, fass es an, so daß Du es wirklich gut kennst und fortan bei jedem Neukauf immer daran denken musst - und sich das neue Produkt mit dem alten Liebling messen müßte.. würde es wirklich dagegen ankommen oder es gar übertrumpfen?
  • C. Suche Inspiration: wenn Du bisher kein YouTube genutzt hast, dann probiere es definitiv einmal aus, um Anleitungen für die Produkte zu finden, die Du bereits hast und öfter nutzen möchtest: da gibt es nämlich fast alles und das zu z.B. eigentlich jeder Lidschattenpalette, aber auch zu spezifischen Fragestellungen wie z.B. 'einfacher Makeup-Look für blaue Augen', etc. (P.S. aber drück nicht den Abo-Button, zumindest nicht in den nächsten 4 Wochen, siehe 4.B.↓)



HOW-to : #nutzewasduhast


Für das Problem, auf keine eigenen Ideen zu kommen beim Blick auf die eigene Sammlung, habe ich so einige Tipps und Tricks parat die ich selber nutze, um mehr Freude an den eigenen Besitztümern zu haben.
Dabei zeige ich euch lieber, wie ihr das selbst hinkriegt (euer Zeug gut zu nutzen), statt schlicht vorzusagen. Ihr braucht nämlich, wenn ihr ein bißchen Rüstzeug und theoretisches Wissen über Farben u.ä besitzt, niemanden, der euch Schritt für Schritt vormacht, wie ihr was kombinieren sollt: dann fallen euch die Möglichkeiten beim Anblick eurer Lidschatten-Sammlung z.B. selbst ein. 





3. Ersatz schaffen/ Alternativen suchen


  • A. Frag Dich selbst: habe ich schon etwas ganz Ähnliches in meiner Sammlung? Selbst wenn Du keine große Sammlung hast ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du ein sehr ähnliches Produkt oder vielleicht sogar die identische Farbe bereits besitzt bzw. Dir irgendwie aus dem bereits Vorhandenen anmischen könntest. Dafür musst Du nur deine Sammlung durchgehen und dabei immer das von dir aktuell angeschmachtete Produkt im Hinterkopf haben, während Du auf der Suche nach Überschneidungen zu dem neuen Produkt bist, anstatt Dir immer wieder nur zu sagen, wie 'neu und anders als alles, was Du hast' es ja wäre. Wenn Du Deinen eigenen Besitztümern die Chance gibst, Dich positiv zu überraschen, wirst Du wahrscheinlich sehr oft etwas Ähnliches in Deinen aktuellen Beständen finden; außerdem sorgt das dafür, dass Du Dein Make-up wirklich gut kennenlernst, wenn Du es immer wieder mit offenen Augen betrachtest, so dass Dir bei der nächsten Versuchung, die Dir im Laden begegnet, wahrscheinlich viel schneller einfällt, was Du alles schon zu Hause hast und was sehr ähnlich aussieht. So wird es Dir leichter fallen, verführerische und 'ach so neue' Artikel liegen zu lassen. Ein Einstieg in diese Technik ist der "Wozu in die Ferne schweifen?"-TAG von Connü, den ich auch gerne "Gefahrenabwehr in 7 Fragen" nenne. ↓

"Warum in die Ferne schweifen.....?" (made by Connü)


1. Gibt es derzeit ein kosmetisches Produkt, das du im Begriff bist zu kaufen?
2. Warum willst du das Produkt unbedingt haben?
3. Hast du diese Farbe/Farben/Produktart/etc. schon in deiner Sammlung?
4. Hast du sie WIRKLICH nicht in deiner Sammlung?
5. Auch nicht, wenn du verschiedene Produkte kombinierst?
6. Versuche das Objekt deiner Begierde zu rekonstruieren.
7...und, musst du jetzt Produkt XY immer noch unbedingt haben?




4. (fehlgeleitete) Versuchungen reduzieren durch Distanzierung/ falsche Ratgeber eliminieren


  • A. Einmal drüber schlafen: reduziert den Schrecken des Impulskaufes. Onlineshopping kann ein Fluch, aber auch ein Segen sein, denn alles, was man in virtuelle Warenkörbe legt, bleibt auch dort drin liegen.. bis man wiederkommt. Oder eben auch nicht! Ich sage mir also oft: 'okay, ich hab es mir gemerkt, ich werde weder Produkt noch genaue Farbnummer vergessen, der Warenkorb merkt es sich für mich. Jetzt gehe ich schlafen. Wenn ich es morgen also noch will, wird es noch da sein, ich muss das nicht jetzt entscheiden'. Bei stark verknappten Sachen, die limitiert ober bereits fast ausverkauft sind, funktioniert das noch besser: ich lasse dann das Schicksal entscheiden und sage mir 'okay, wenn es MORGEN dann weg ist, war das ein Wink, daß ich es eh nicht haben sollte. Aber es ist es mir nicht wert, dafür meinen Nachtschlaf zu opfern. Wenn ich es also nur haben kann, wenn ich mich jetzt noch da ransetze und mir der Shop/Anbieter nicht mal die Möglichkeit gibt, in Ruhe drüber nachzudenken, will ich es gar nicht haben, dann können Sie ihren Sch*** behalten!' (P.S. funktioniert natürlich auch mit allem, was in einem Laden liegt: dann greift Punkt 5. A ↓)
  • B. Fest die Augen verschließen: denn die einfachste Möglichkeit, Dir das Leben beim Zurückstecken leichter zu machen ist, unnötige Versuchungen zu reduzieren. Was Du nicht weißt, macht Dich nicht heiß... Vor jedem #nobuy würde ich also immer erstmal ein #nowatch einlegen, das heißt eine vierwöchige und totale YouTube-, Instagram- und Beautyblogpause - oder aber, wenn Du sowas weder schaust noch liest, dann eine #noblätter Phase (keine Frauenzeitschriften/ Werbeprospekte von Drogerie und Parfümerie o.ä mehr durchblättern) oder auch eine #nobummeln Periode (in der Du in keinerlei Läden gehst, in denen die Objekte der Begierde stehen könnten oder Du zumindest diese Abteilungen streng meidest). Denn wenn Dein Ziel ist, weniger einzukaufen, ist es doch absolut kontraproduktiv, dich währenddessen mit Kaufanreizen zu umgeben, oder?! Danach (vielleicht reichen Dir schon 4 Wochen aus) kannst Du Dich ja selbst fragen, was es mit Dir gemacht hat, Dich von allem fernzuhalten, was Dich mit Makeup-News versorgen und zum Kaufen verleiten könnte.. Auf lange Sicht würde ich nach dieser Einstiegsphase all diejenigen Vorbilder aussortieren, die nicht absolut Deinem persönlichen Typ entsprechen und Dir somit als einzige gute Tipps geben könnten: dazu gehören dann auch Werbeblättchen aus den Drogeriemärkten oder das Douglas-Magazin o.ä. Denn pauschale Werbe-Empfehlungen werden NIEMALS zu 100% Deinem Typ entsprechen und Dich somit immer eher schlecht beraten. Und ich glaube persönlich,  daß wir uns nicht hauptsächlich über passendes Makeup ärgern, was wir jemandem 'gut' nachgekauft haben, sondern über unpassendes, was wir gekauft haben, dann aber nicht gern nutzen, einfach weil es uns nicht steht. 


5. FERNZIEL 🔜  aufschieben (lernen)

  • A. Warte ab und kaufe erst dann, wenn Du Dir sicher bist: dazu gehört auch, sich eventuell Hilfe zu holen! Denn nichts ist ärgerlicher als sich etwas aus dem falschen Grund zu kaufen UND dann auch noch damit daneben zu liegen, so in der Art  "oh, das sieht in der Packung so hübsch aus, das hätte ich gern (und mir fällt erst zu Hause auf, daß ich nichts habe, was ich dazu kombinieren könnte/ daß das nicht meine Farbe ist/ daß ich damit gar nicht umgehen kann, etc)" oder auch "es kostet ja nur 5€" oder eben auch "ich MUSS jetzt leider Produkt xy (nach)kaufen, weil ich es für (Anlass yz) brauche und habe keine Zeit mich genauer zu informieren/ hier ist kein Verkäufer, der mir helfen kann/ die Dame hat gesagt, das stünde jedem Hautton.... dann nehme ich das halt mit und bin fertig!". Hier gilt eindeutig: Eile mit Weile. Es ist keine Schande, nicht alles zu wissen, aber wenn es gut werden soll, muss man dem Ganzen meist etwas Zeit widmen - egal, was es ist! Insofern: frage jemanden, der sich auskennt und dem Du vertraust und der sich auch für Dich und Dein Anliegen Zeit nimmt (und möglichst nix daran verdienen will). Insofern ist es wichtig, 
  • B. Deinen inneren Monolog zu verändern: anstatt Dich selbst in Deiner vorschnellen Kaufentscheidung zu bestätigen mit obenstehenden Sätzen - stell Dir lieber Fragen wie z.B. "habe ich schon etwas ganz Ähnliches zu Hause?" oder "kann ich damit leben, wenn ich zu Hause feststelle, daß es mir nicht steht und ich das Geld also direkt in die Tonne gepfeffert habe?" oder "will ich mich nicht doch lieber nochmal genauer darüber informieren, ganz in Ruhe" All diese Fragen und die Art und Weise, in der Du mit Dir selbst sprichst, werden Dir auf lange Sicht helfen, nicht mehr ständig etwas zu kaufen, was Du eigentlich nicht brauchst oder was nicht zu Dir passt. 
  • C. Wünsch es Dir!  Wenn Du Dich entschieden hast, Dir einen speziellen Artikel definitiv zu kaufen, Du aber gleichzeitig findest, daß er zu teuer ist, kannst ihn Dir immer noch schenken lassen - zum Geburtstag oder zu Weihnachten! Die meisten Freunde und Verwandten sind wohl froh, wenn sie genau wissen, was dem anderen ganz sicher Freude machen wird, also teil Deine Wunschliste ganz offen. Außerdem kannst Du Dich so der Vorfreude auf das, was noch in weiterer Ferne liegt, hingeben - und 'drauf-warten-können' ist so ziemlich das komplette Gegenteil von sofortiger Bedürfnisbefriedigung. Wenn das also klappt, liegt das Ziel, weniger (Makeup) zu kaufen, in nicht mehr weiter Ferne!


Plan zum Ankreuzen: Typ 1 Durchschnittsverbraucher
So geht's: Zuerst den Artikel ganz durchlesen, dann den Plan öffnen und in ihm all die Strategien ankreuzen (im zweiten Kästchen mit dem Sternchen), welche für Dich Deiner Meinung nach in Frage kommen → das sind dann Deine Lieblings-Strategien (deshalb das Sternchen). Wenn Du nochmal genau wissen willst, was zu jeder Strategie zu wissen ist, suchst Du sie in der ausführlichen Beschreibung anhand ihres Kapitels und Großbuchstabens: diese unterscheiden sich aber von Plan zu Plan, bitte daran denken, wenn du Pläne wechselst. 

Wenn Du mit der Strategie erfolgreich durch bist, kreuzt Du sie im ersten Kästchen (das ist das 'erledigt!'-Kästchen) ab. 


0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

ACHTUNG: Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z.B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google

Kommentare, die Werbung oder Links mit der klaren Absicht zur Werbung enthalten, werden vor Veröffentlichung aussortiert und ohne Ankündigung gelöscht.

Back to Top